Gesunde Kleidung



Als die Menschen sich in ihren Bauernwirtschaften ihre Kleidung noch selbst herstellten, stand die Frage, ob diese Kleidung auch gesund ist, gar nicht. Die wesentlichen Stoffe zur Herstellung von Kleidung waren Schafwolle, Flachs und Leinen. Die Farben wurden so belassen oder aus natürlichen Ingredienzien hergestellt. Dafür wurden zum Beispiel Walnussschalen, Rote Beete, Zwiebelschalen oder Spinat genutzt.

Wer sich heute ein neues Kleidungsstück zulegt, kann nicht sicher sein, dass es aus natürlichen Rohstoffen hergestellt ist, die in natürlicher Weise ohne wesentliche Hinzunahme von chemischen Düngern hergestellt werden. Auch geht aus dem Etikett an einem Kleidungsstück nicht hervor, ob es Menschen, vielleicht sogar Kinder herstellten, die in Ländern der Dritten Welt zunehmend ausgebeutet werden.
Es werden zum Beispiel Stoffe entwickelt, die aussehen wie Naturmaterialien aus Baumwolle, Viskose oder Leinen, die in Wirklichkeit aber so viele Chemikalien und Gifte enthalten, dass sie schädlich für den Körper sind und sich natürlich auch negativ auf den Gesamtzustand eines Menschen auswirken, ihn depressiv machen, Kopfschmerzen, Hautausschläge, Ekzeme hervorrufen und Nerven schädigend wirken. Solche Beschwerden können auf jeden Fall darauf hinweisen, dass die Kleidung, die ein Mensch trägt, nicht umweltfreundlich ist.

Es werden billige Kleidungsstücke entworfen, die „Leinencharakter“ haben. Oft handelt es sich dabei jedoch um Leinen Imitate, die aus mit Kunstharzen ummantelten Chemiefasern bestehen und beim Tragen Reizungen der Atemwege und Allergien hervorrufen können.
Solche Kennzeichnungen an neu gekauften Kleidungsstücken wie Eulan, eulanisiert, Filz frei, easy - wash, santisized, bügelfrei, wash & wear gebieten höchste Vorsicht, da hier in starkem Maße chemische Zusätze zur Textilveredelung eingesetzt werden, die Krebs auslösend wirken oder auch Gesundheitsstörungen des Nervensystems hervor rufen können.
Besonders bei Kleidungsstücken, die in Deutschland nicht geprüft wurden, ist äußerste Vorsicht geboten.

Beim Kauf jedes einzelnen Kleidungsstückes, etwa von Abiballkleider sollte genau auf den Hersteller, das Label und die Hinweise für den Umgang beim Waschen und Bügeln geschaut werden. Solchen Labels wie "Fair Trade von Green Girls", "Textiles Vertrauen nach Öko-Tex Standard 100" oder "Naturtextil" kann weitgehend Vertrauen geschenkt werden.
Zu empfehlen ist auf jeden Fall, lieber ein Kleidungsstück weniger zu kaufen als ein billiges Produkt mit Glitzereffekt, das beim ersten Tragen auf der Haut Farbpigmente hinterlässt und einen starken Hautausschlag auslöst. Beim Kauf von Kleidungsstücken sollte zunehmend auf unbehandelte Naturmaterialien geachtet werden. Es gilt hier auf jeden Fall: Weniger, aber qualitativ wertvolle Kleidung, die der Gesundheit nicht schadet, ist mehr als der Schrank voller Kleidung, die krank macht.
Wenn man ein neues Kleidungsstück gekauft hat, dann sollte man zumindest Unterwäsche, Nachthemden, Cocktailkleider und Schlafanzüge auf jeden Fall vor dem Anziehen erst einmal waschen.
Es sollte möglichst nur helle, kaum gefärbte Unterwäsche aus Naturfasern getragen werden. Beim Waschen sollten aufhellende Waschmittel und Weichspüler weitgehend vermieden werden.